Der ursprüngliche Glanz

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Ein Orchester der Avantgarde zu sein – das war der Anspruch der Cappella Coloniensis bei ihrer Gründung durch den WDR vor über 50 Jahren. Dabei konnten ihre Gründerväter kaum ahnen, dass sie eine Bewegung in Gang setzen, die von so nachhaltiger, ja geradezu revolutionärer Bedeutung für das gesamte Musikleben werden würde. Die Aufgabe, Musik so zum Klingen zu bringen, wie sie sich der Komponist am Tage ihrer Entstehung im Kopf und im Herzen vorstellte, hat seitdem die Musiker und Hörer auf der ganzen Welt fasziniert.

Nach der Etablierung der Historischen Aufführungspraxis, an der die Cappella Coloniensis durch den WDR weltweit maßgeblichen Anteil hatte, ist nun die Lösung aus über 50-jähriger engagierter Trägerschaft durch den WDR vollzogen. Die Cappella Coloniensis steht auf eigenen Beinen und setzt die Arbeit der vergangenen Jahrzehnte mit großem Enthusiasmus fort.

Wegweisend war und ist bei unserer Arbeit immer die Programmauswahl vom Frühbarock bis zur Romantik. Die Cappella Coloniensis nimmt dieser Entwicklung folgend auch heute mit exemplarischen Aufführungen großer romantischer Werke eine Vorreiterrolle ein. Dass die barocken und klassischen Wurzeln dabei weiter gepflegt werden, ist Teil des Anspruches der Cappella Coloniensis.

Profil02Zentraler Punkt ist immer die Verwendung des historisch vorgegebenen Instrumentariums und der dazugehörenden Spieltechniken. Mit den Erfahrungen aus der Barockmusik nähern sich die Musiker der Cappella Coloniensis – anders als etwa Orchester mit modernen Instrumenten – der Klassik und Romantik aus der historisch richtigen Perspektive und vollziehen so die erstaunlichen Neuerungen der jeweiligen Kompositionszeit nach. So entsteht ein unverwechselbarer Klang, der sich in Transparenz und musikalischer Aussage deutlich von dem anderer Orchester unterscheidet.

Vergleichbar mit einem alten Gemälde, das vom Staub der Jahrhunderte befreit in seinem ursprünglichen Glanz erstrahlt, gibt die Cappella Coloniensis den Werken vergangener Epochen ihre ursprüngliche Klangkraft zurück. Ungespieltes aber auch oft Gehörtes wird so unerhört hörbar.


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